Landschaft Eiderstedt

Oldenswort

ist ein Ferienort mit ruhigen, familienfreundlichen Quartieren, guten Einkaufsmöglichkeiten, gepflegter Gaststätte sowie der Ausgangspunkt zur Entdeckung eines einmaligen Naturraumes auf der Halbinsel Eiderstedt:

Saftig-grüne Köge unter hohem Himmel. Gewaltige Haubargdächer vorm Horizont, Deiche ringsum und mitten im Land. Weidende Rinder und friedlich grasende Schafe. Riesige Vogelschwärme. Stille und Weite. Sielzüge und Schöpfwerke halten das Wasser im Zaum.

Den sportlichen Gast erwarten kilometerlange Wander- und Fahrradwege sowie die Teilnahme an typisch friesischen Wettkämpfen: Klotstockspringen, Boßeln, Ringreiten und Baden in der nahen Nordsee. Vom Fremdenverkehrsverein durchgeführte Wattwanderungen und Führungen durch die Vogelschutzgebiete geben dem Naturfreund einen Einblick vom Leben im Wattenmeer.

Suchen Sie neben Ruhe und Erholung auch das Erleben eines einzigartigen Naturraumes, werden Sie sich hier sehr wohlfühlen.  

 
Eiderstedt – Land der Horizonte  

Die Landschaft auf der Halbinsel Eiderstedt ist bekannt für weite Horizonte, saftige Wiesen, Haubarge und die Lämmer. Zum Radwandern ist Eiderstedt mit seiner flachen Marschen- und Kooglandschaft und seinem dichten Netz an ruhigen und schön gelegenen Verkehrswegen wie geschaffen. Verfahren kann man sich ohnehin kaum. Von jedem Punkt der Ebene ist ja stets mindestens ein Kirchturm zu sehen, im Westen ragt der fotogene Leuchtturm Westerheversand in den Himmel, oder man radelt einer Deichlinie entgegen.

Doch auch Wanderer oder die Anhänger des Nordic Walkings kommen  im besonderen Klima der Nordsee voll auf ihre Kosten. Die grünen Seedeiche laden den Erholung suchenden Gast zu Spaziergängen oder sportlichen Aktivitäten in einer unvergleichlich schönen Natur ein. Die unverfälschte Landschaft mit vielen Haubargen und Kirchen vermitteln Eindrücke der ganz besonderen Art. Acht landschaftlich schöne, gut ausgeschilderte Rundwanderwege – insgesamt 250 km lang – verbinden die Dörfer und ihre 18 schmucken Kirchen.

 

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der Mensch hat an der Küste seit Jahrzehnten Dämme und Deiche gebaut, gleichwohl sind die weiten Wattflächen bis heute eine europäische Ur-Landschaft. Der Westen Schleswig-Holsteins wurde daher 1985 als Nationalpark ausgewiesen. Wenige Jahre später erhielten auch die Wattflächen Niedersachsens und Hamburgs dieses Schutzgebietsprädikat. Mit 4.410 Quadratkilometern ist der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer der größte zwischen dem Nordkap und Sizilien.

 Im Jahre 2009 hat die Unesco das Watt zwischen der holländischen Insel Texel und der Nordspitze Sylts wegen seines einzigartigen Ökosystems zum Welterbe der Menschheit erklärt. Der einzigartige Lebensraum steht nun in der Liste der weltweit knapp 200 einzigartigen und schützenswerten Naturdenkmäler,  zusammen mit Naturwundern wie dem Great Barrier Reef vor Australien, dem Grand Canyon in den USA, den Galapagos-Inseln vor Ecuador oder dem Serengeti-Nationalpark im afrikanischen Tansania.

     

Die Entstehung der Halligen

Eine Hallig ist keine Insel. Auch wenn die kleinen Eilande im nordfriesischen Wattenmeer immer wieder dafür gehalten werden. Der Unterschied bedeutet für die Bewohner der Halligen einige Male im Jahr nasse Füße: Halligen haben keinen Deich. Einzige Ausnahme ist Hooge: Hier schützt ein Sommerdeich die Bewohner.

Die Geschichte der Halligen ist eng verbunden mit Sturmfluten. Ohne sie gäbe es die „schwimmenden Träume“ gar nicht: Die Nordsee sorgte im Laufe der vergangenen Jahrhunderte dafür, dass Landflächen fortgerissen und andernorts als Sediment wieder aufgeschichtet wurden. Über 100 Halligen sollen sich durch diesen sich immer wiederholenden Prozess gebildet haben. Zehn kleine Eilande sind heute übrig. Gröde, Habel, Hamburger Hallig, Hooge, Langeneß, Norderoog, Nordstrandischmoor, Oland, Süderoog und Südfall.

Der Ursprung der Halligen liegt weit zurück: Vor 14.000 Jahren tauten die Gletscher die letzte Eiszeit ab. Das hatte einen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge. Weite Teile des Festlandes wurden überflutet. Auf den Schlickablagerungen bildeten sich Sümpfe, Moore und kleine Wälder. Um 1.000 nach Christus siedelten hier die ersten Friesen. Durch den Bau von Entwässerungsgräben machten sie das Gebiet urbar. Gleichzeitig bewirkte dies eine Austrocknung der Torfschichten und damit eine Absackung des Landes. Diese Entwicklung wurde noch durch den Abbau des Torfs zur Salzgewinnung verstärkt. Eingriffe dieser Art in die Natur blieben nicht folgenlos: Das Meer riss weite Teile des Festlandes auseinander, Halligen bildeten sich.

Die meisten formten sich nach der Großen „Mandräke“ von 1362. Damals wütete eine besonders schwere Sturmflut; große Landgebiete verschwanden von der Landkarte. Die zehn noch vorhandenen Halligen werden wohl kaum dieses Schicksal erleben müssen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts erkannten die Deichgrafen die Bedeutung der Eilande als Wellenbrecher, als „Bollwerk für die Festlandsmarschen“. Deshalb setzten Bewohner und Behörden alles daran, das Land zu sichern. Dämme zum Festland wurden gebaut, die Ufer befestigt. Doch auch heute noch heißt es bei Sturmflut „Landunter" auf den Halligen.

   

 Haubarge

Der Haubarg ist eine für Eiderstedt typische Bauernhausform. Es handelt sich hierbei um einen Ein-Haus-Hof, der Wohnräume und Wirtschaftsräume (Stall, Scheune und Tenne) unter einem Dach vereint. Die Bauform wurde aus dem holländischen Westfriesland eingeführt. Das dort gebaute Gulfhaus wurde seit Beginn des 17. Jahrhunderts in Eiderstedt übernommen und zum Haubarg weiterentwickelt. Die bautechnische Konstruktion besteht aus einem Vierkant (“Gulf“) aus vier, sechs oder acht hölzernen Ständern, die lediglich auf großen Findlingen gegründet waren. Um diesen rechteckigen Kern wurden die übrigen Bauteile gruppiert. Die Dachdeckung bestand aus Reet, welches Dachneigungen von mindestens 40° erfordert. Die Höhe der Firstlinie beträgt bis zu 18 m.

Der bekannteste Haubarg auf der Halbinsel Eiderstedt ist der Rote Haubarg bei Witzwort, der einer Sage nach vom Teufel selbst erbaut worden sein soll. Heute sind dort ein Restaurant und ein Teil des Eiderstedter Heimatmuseums untergebrac

 
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